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Jörg verpasst Bronze nur knapp
| Jörg verpasst Bronze nur knapp |
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Selina Jörg verpasst beim parallelen Riesenslalom nur knapp die Bronze-Medaille und wird vierte. Dicht gefolgt von Anke Karstens auf Platz 5.
"Snow is just frozen water" - nur wenn er nicht "frozen" ist, dann wird Snowboarden leider schnell zum Surfen. So mussten sich die Athleten gefühlt haben, die sich vier Jahre auf dieses Rennen vorbereitet hatten und nun auf einer mehr dahinfließenden als festen Olympia-Piste standen. Umso mehr Anerkennung sollten die Snowboarder bekommen, die sich bei diesen Bedingungen um Edelmetall bemühten, denn "ein Weltcup wäre unter diesen Bedingungen definitiv abgesagt worden", meint auch einziger Starter bei den deutschen Herren, Patrick Bussler. Bei den Damen qualifizierten sich alle vier an den Start gegangenen Deutschen für das Finale der letzten 16. Die sehr schlagige und damit äußerst schwierige Piste verursachte eine Vielzahl Stürze, die ebeinahe ebenso viele der Entscheidungen bedingten. Isabella Laböck aus Prien bekam dies gleich in ihrem zweiten 1/8-Finallauf zu spüren, wo sie am zweiten Tor stürzte und so der spätere Olympia-Siegerin Nicolien Sauerbrei aus den Niederlanden das Feld überlassen musste. Laböck wurde am Ende 15. Amelie Kober, die Silbermedaillengewinnerin von Turin erreichte, nachdem sie zunächst gestürzt war, ihre Kontrahendin Ekatherina Tudegesheva aus Russland aber ebenfalls Schneekontakt bekam, das Viertelfinale. In der zweiten Runde musste sich Kober jedoch geschlagen geben und trat auch die bei olympischen Spielen einzigartigen Platzierunsfahren (für die Plätze 5-8) nicht mehr an. Kober belegte so Rang 8. Anke Karstens aus Bischofswiesen, die mit Rang 8 schnellste Deutsche in der Qualifikation war, besiegte im 1/8-Finale Alexa Loo aus dem Gastgeberland und traf im Viertelfinale, auf Weltmeisterin Marion Kreiner aus Österreich, der sie sich jedoch geschlagen geben musste. Karstens konnte in den Platzierungsläufen gegen Ina Meschik (AUT) und davor gegen Team-Kollegin Kober siegen und sich so noch auf den starken fünften Platz kämpfen. Selina Jörg aus Sonthofen schien der Dauerregen fast nichts auszumachen, sie besiegte in der ersten Finalrunde Doris Günther, die amtierende Gesamtweltcupsiegerin aus Österreich und ließ im Viertelfinale Ina Meschik hinter sich. Im Halbfinale musste sie sich in einem spannenden Duell wie zuvor Laböck, der Niederländerin Sauerbrej geschlagen geben und fuhr so im kleinen Finale gegen Marion Kreiner. Jörg konnte im zweiten Lauf leider den maximal-Rückstand von 1,5 Sekunden nicht wieder aufholen und fuhr so knapp an der Bronzemedaille vorbei auf einen dennoch sensationellen vierten Rang. Jörg beendet so mit dem besten Ergebnis der deutschen Snowboarder in Vancouver ihre ersten olympischen Spiele. Bei den Herren war das Wetter ähnlich miserabel. Patrick Bussler aus Aschheim, der einzige Deutsche Mann bei dieser Disziplin, traf im Achtelfinale auf Simon Schoch aus der Schweiz, der in Turin Silber gewann und schied aus, nachdem er den Rückstand von 1,5 Sekunden aus dem ersten Lauf nicht mehr aufholen konnte. Bussler belegte so Rang 14.. Alle Ergebnisse in der Übersicht... |










