Internationale Deutsche Meisterschaft im Snowboard Cross am 03./04.01.2011 in Grasgehren
Konstantin Schad © FIS / Oliver Kraus
Am 3. und 4. Januar 2011 findet in Grasgehren die Deutsche Meisterschaft im Snowboard Cross statt. Das Rennen um den nationalen Titel markiert nicht nur den Auftakt zur einzigen deutschen Snowboard Cross-Rennserie, der sbxTrophy, sondern ist auch ein wichtiger Test vor den nur wenig später stattfindenden FIS Snowboard Weltmeisterschaften im spanischen La Molina.

Der amtierende Deutsche Meister David Speiser aus Oberstdorf, der bei den letzten Olympischen Winterspielen in Vancouver hervorragender Achter wurde und auch schon bei den in der Szene hoch angesehenen X-Games als Dritter auf dem Podium stand (2008), wird aufgrund einer Verletzung nicht starten. Er hat sich beim dritten Snowboard Cross Weltcup im US-amerikanischen Telluride, Colorado, im Verlauf eines Sturzes schwer an der rechten Hand verletzt. Beide Sehnen des rechten Daumens wurden durchtrennt. Zudem zog sich der 30-Jährige eine Verletzung einer Arterie im Handrücken zu.

Die diesjährigen Favoriten heißen nun Konstantin Schad (23, Fischbachau), Maximilian Stark (19, Unterhaching) und Martin Nörl (17, Adlkofen).

Schad, der als 33. der Qualifikation die K.o.-Heats der letzten Winterspiele knapp verpasste, kann bereits auf zwei Top-10-Resultate im Weltcup zurückblicken (Vierter in Bad Gastein 2009 und Achter in La Molina 2010). Stark kann einen 13. Rang als bislang bestes Weltcup-Ergebnis vorweisen, entschied aber bereits einen Europacup für sich (Kopaonik 2008). Nachwuchstalent Nörl, der im Skiinternat Oberstdorf lebt, untermauerte mit dem 3. Platz beim Europacup in Cortina d’Ampezzo (Italien) vor zwei Wochen seine Titelambitionen.

Da vor den WM-Läufen, die am 18. Januar angesetzt sind, nur noch ein Europa Cup-Rennen in Frankreich absolviert wird, wird im oberallgäuischen Ressort nicht nur das Team des Snowboard Verband Deutschland (svd) an den Start gehen. Auch das österreichische Nationalteam mit Weltmeister Markus Schairer und der österreichischen Meisterin Susanne Moll hat sich angemeldet. Zudem wurde der Start der Nachwuchsteams aus Australien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Lettland, Tschechien, den Niederlanden und der Schweiz bestätigt.
 
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