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Schmidt zweiter in La Molina

Christophe flying high, (c) FIS - O.Kraus
Holly Crawford (AUS) und Fredrik Austbo (NOR) haben den letzten Halfpipe-Wettbewerb des LG Snowboard FIS Weltcup 2010 gewonnen.

Christophe Schmidt sichert sich zum Abschluss einen überragenden zweiten Platz.

In La Molina (ESP) konnte sich Holly Crawford nach Valmalenco (ITA) den zweiten Sieg in Folge sichern. Mit 38,4 Punkten verwies die Australierin Mercedes Nicoll (CAN, 37,5) auf den zweiten Platz. Dritte wurde Paulina Ligocka aus Polen (35,5). Bei den Männern feierte Fredrik Austbo den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Der Norweger (40,9) setzte sich mit nur 0,5 Punkten Vorsprung gegen Christophe Schmidt (GER, 40,4) durch. Justin Lamoureux rundete das Podium als Dritter ab (38,5). Dank seines zweiten Podiumresultats in diesem Winter und zwei weiterer vierter Ränge beendete der Kanadier die Saison als bester Halfpipe-Rider und nahm erstmals die kleine Kristallkugel mit nach Hause.
Seine Teamkollegin Maelle Ricker, die heute Neunte wurde, hat indes ihre Chancen nach dem Snowboard Cross-Titel auch den Gesamt Weltcup zu holen, vergrößert. Die 31-Jährige (5.290 Punkte) baute ihren Vorsprung auf die Holländerin Nicolien Sauerbreij (4.800), die morgen im letzten Parallel Riesenslalom noch einmal nachlegen kann, um weitere 290 Punkte auf nunmehr 490 Punkte aus. Sauerbreij benötigt damit mindestens Platz vier beim Saisonabschluss der Raceboarder, um die große Kristallkugel ein zweites Mal nach 2008 zu gewinnen.
Lamoureux überglücklich
Im Rennen um den Halfpipe-Weltcup war es vor dem Finale ebenfalls knapp zugegangen. Aufgrund des Fehlens von Janne Korpi (FIN, 1.730), dem Zweiten des Rankings, lief alles auf ein Duell Lamoureux‘ mit Patrick Burgener (SUI) hinaus. Knapp 400 Punkte hatten den Freestyle-Veteran von seinem schärfsten Verfolger getrennt. Doch am Ende setzte sich die Erfahrung durch (2.400). Das Schweizer Nachwuchsass patzte in beiden seiner Finalläufe und wurde am Ende Zwölfter, wodurch Christophe Schmidt noch im finalen Ranking vorbeizog und Dritter wurde (1.690).
Dementsprechend glücklich zeigte sich der 33-Jährige nach seinem ersten Titel. „Es ist der Hammer. Es war wirklich spannend zwischen mir und Patrick (Burgener). Und er ist hier eigentlich sehr gut gefahren. Ich musste ihn schlagen, um zu gewinnen“, sagte Lamoureux nach dem Finale. Der technisch versierte Rider, der aber weiterhin auf den ersten Sieg seiner Karriere warten muss, ergänzte noch, dass „ich heute schon auch gerne gewonnen hätte. Aber ein dritter Platz ist auch nicht schlecht. Die Kugel zu holen ist der Wahnsinn.“

Erster Weltcup-Sieg für Austbo
Den ersten Weltcup-Sieg feierte hingegen Fredrik Austbo. Der 21-Jährige drehte im zweiten Finaldurchgang richtig auf und setzte sich am Ende dank „Frontside Air“, „Backside 540“, „Back-to-back 720’s“ und einem abschließenden „Frontside 900“ bei extrem warmen Temperaturen durch. „Es ist super cool. Es ist einfach großartig, sich so zurückzumelden.“ Der Norweger spielte damit auf seinen Sturz im letzten Training vor dem Olympia-Wettbewerb an, den er aufgrund einer erlittenen Gehirnerschütterung verpasste.

Heute lief es hingegen, trotz einiger Anlaufschwierigkeiten, gut. „Ich habe ein bisschen im Training vor dem Finale kämpfen müssen. Es hat einfach nichts geklappt. Zum Glück habe ich es aber noch einmal hinbekommen.“
Christophe Schmidt, der sich mit nur 0,5 Punkten Rückstand geschlagen geben musste und damit seinen ersten Sieg äußerst knapp verpasste, war dennoch hoch zufrieden. Kein Wunder, schaffte der 26-Jährige doch erstmals den Sprung aufs Treppchen. „Ich bin super zufrieden, bei diesen schweren Bedingungen zwei gute Runs runter gebracht zu haben. Es ist eine schöne Bestätigung für einen selber“, so Schmidt, der die Judges mit „Frontside 720“, „Haakon Flip“, „Frontside 900“, „Backside 540“ und „Air to Fakie“ überzeugte.

Crawford gewinnt zum zweiten Mal in Folge
Bei den Damen hat Holly Crawford ihre momentan gute Form mit dem zweiten Sieg in Folge bestätigt. Nachdem die Australierin schon letztes Wochenende in Italien triumphieren konnte, fuhr die in Sidney lebende Riderin heute ebenfalls Platz eins ein – insgesamt der dritte Sieg für Crawford. „Es ist ziemlich gut, die Saison mit zwei Siegen in Folge zu beenden. Vor allem, weil es heute echt schwer war. Es ging bei den Temperaturen und dem weichen Schnee vor allem darum, auf dem Brett zu bleiben.“

Das gelang der 26-Jährigen dann mit „Frontside Air“, „Backside Air“, „Frontside 720“ sowie „Back-to-back 360’s“ ziemlich gut. „Ich wollte nach Olympia und vor der Sommerpause noch einmal zeigen, was ich kann“, so Crawford, die dank des Sieges hinter den beiden Chinesinnen Xuetong Cai (3.040) und Zhifeng Sun (2.805) noch Dritte (2.600) im Halfpipe Weltcup-Ranking wurde.

 
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